Dr. med. Winfried Karduck

Arzt, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Klinische Metalltoxikologie
Sind Metalle gefährlich?
Welche Krankheitssymptome können auftreten?
Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es und wie sieht die Therapie aus?

Klinische Metalltoxikologie

Die Klinische Metalltoxikologie beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Untersuchung der Giftigkeit von Metallen auf den Menschen und seine Umwelt.

Sind Metalle gefährlich?

Metalle sind nicht prinzipiell gefährlich, ganz im Gegenteil, unser Körper benötigt für viele Funktionen lebensnotwendige Metalle, wie Calcium, Magnesium, Kalium, für die Funktion von Herz und Nerven; Zink, Chrom, Selen für enzymatische Körperfunktionen. Viele Metalle sind nur in einer Überdosis toxisch. Einige sind in geringsten Spuren schon toxisch, wie z.B. Silber, Quecksilber, Blei, Palladium, Arsen, Nickel und Aluminium. Gefahr geht auch von einer möglichen Radioktivität aus, wie zum Beispiel beim Caesium, Strontium, Uran und Plutonium.

Welche Krankheitssymptome können auftreten?

Das Auftreten von Krankheitssymptomen ist, wie bei allen anderen Schadstoffen auch, dosisabhängig. Akute Vergiftungen sind eher die Ausnahme. In der Regel handelt es sich um chronische Vergiftungen. Die Metalle werden in geringer Konzentration mit der Luft, der Nahrung, oder aus zahnärztlichen Werkstoffen in den menschlichen Organismus aufgenommen und können sich in den Geweben anreichern. Nach einiger Zeit gelangen sie in das Innere der Zellen, wo sie sich an Zellstrukturen, wie z.B. Enzyme, binden und den Stoffwechsel der Zellen teilweise erheblich stören können. Durch die Funktionseinbuße des Zellstoffwechsels kommt es zu Unterfunktionen, Degenerationen, Entartungen, Störungen im Immunsystem bis hin zu Krebs. Typische Symptome sind: chronische Erschöpfung, Antriebsarmut, allgemeine Schwäche, Leistungsverlust. Inzwischen gibt es wissenschaftliche Arbeiten darüber, daß die Multiple Sklerose und die Amyotrophe Lateralsklerose immer mit einer Schwermetallbelastung vergesellschaftet ist. Man kann so weit gehen und sagen, bei allen chronischen Krankheiten sollte an eine Schwermetall-belastung gedacht werden. Was sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO)? "Ohne geeignete präventive Maßnahmen wird sich die Anzahl umweltbedingter Krebserkrankungen bei genetisch vorbelasteten Personen in 25 Jahren verdoppeln". Zum Auftreten von Krankheiten, die durch toxische Metalle hervorgerufen werden, gehört einerseits eine chronische Zufuhr von Metallen und andererseits ein Mangel an Entgiftungsenzymen, bedingt durch genetische Veranlagung. Die Ausstattung der Gene, die für die Bildung von Entgiftungsenzymen verantwortlich sind, ist individuell und sollte einmal im Leben labormäßig untersucht werden. Sie ändert sich niemals.

Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es und wie sieht die Therapie aus?

Es gibt drei Ebenen auf denen der Patient betroffen sein kann:

1. Es gibt eine Belastung durch Schwermetalle ohne Beschwerdebild. Durch den DMPS-Test läßt sich problemlos feststellen, wie hoch die Belastung aktuell ist.

2. Es gibt eine Belastung durch ein einziges Metall, das nicht einmal sehr stark im Körper angereichert sein muß, dieses Metall ist aber für den Patienten so giftig, daß sein Immunsystem angegriffen ist. Hier kann durch einen MELISA-Test Klarheit geschaffen werden.

3. Die Menge an Metall ist entweder niedrig oder bereits leicht erhöht. Der Patient spürt noch nichts. Hier kann die medizinische Systemdiagnostik (EAV) den frühestmöglichen Hinweis geben, welche Krankheit auf den Patienten zukommen könnte, wenn nicht rechtzeitig entgiftet wird.

Die Entgiftung geschieht individuell. Die sicherlich effizienteste Entgiftung geschieht mit DMPS, ZnDTPA und anderen komplexbildenden Substanzen. Die Dosierung muß genau stimmen. Die Therapie verläuft über einen längeren Zeitraum. Vorbeugend sollte man die Therapie ein ganzes Leben lang betreiben, denn die Aufnahme neuer Schwermetalle läßt sich heutzutage nicht mehr verhindern. Auf diese Weise werden die Zellfunktionen soweit wieder hergestellt, daß die Regulation optimal abläuft. Man kann hier von einem wirklichen Anti-Aging sprechen, denn die Zellen altern langsamer. Dazu muß der behandelnde Arzt regelmäßige Kontrollen durchführen und bestimmte Spurenelemente, Vitamine, Antioxidantien etc. verordnen.

 

Artikel für den STADTKURIER:

Giftige Metalle haben in uns nichts zu suchen.

Wir kommen täglich mit Schwermetallen in Kontakt. Wie viel wir davon aufnehmen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Viele Menschen meinen, wenn sie keine Amalgamfüllungen mehr haben, dann könne ihre Schwermetallbelastung wohl nicht so hoch sein. Das ist ein großer Irrtum, denn der Mensch steht am Ende der Nahrungskette. Er resorbiert Quecksilber aus Fischen und Strontium aus Waldpilzen. In der Regel wird nicht nur ein Schwermetall aufgenommen, sondern eine Vielzahl. So können auch geringe Mengen verschiedener Schwermetalle zusammengenommen eine Belastung ergeben, mit der der Einzelne nicht mehr fertig wird. Die krankmachende Wirkung von Schwermetallen ist höchst unterschiedlich und abhängig von der chemischen Bindung, der Bioverfügbarkeit, Menge, Art und zahlreichen Begleitumständen. Es können lebenswichtige Enzyme blockiert oder die Anzahl an so genannten Freien Radikalen erhöht werden. Damit kann letztendlich jede Zelle und jedes Molekül angegriffen und beschädigt werden. Besonders empfindliche Schäden können an der DNA, also unserer Erbsubstanz auftreten: Mutationen sind dann oft die Folge. Je älter der Mensch ist, umso geringer wird seine Fähigkeit sein, die an seiner DNA aufgetretenen Schäden zu reparieren, was zu chronischen Krankheiten führen kann. Die biologische Leistungsfähigkeit der Zellen nimmt ab. Der Alterungsprozeß der Zellen beschleunigt sich. Als typische Beschwerden können auftreten: Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Haarausfall, Allergien, hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen. Besonders tragisch ist es, daß Schwermetalle auch Nervengifte sind. Die wahren Ursachen für die Entstehung von neurologisch degenerativen Erkrankungen sind trotz intensiver Forschung noch nicht sicher bekannt. Es steht auch hier zu befürchten, daß Schwermetalle eine Rolle spielen. Zahlreiche Berichte wurden hierzu bereits veröffentlich. Es wäre grob fahrlässig, sich über diese Erkenntnisse einfach hinweg zu setzen.

Je weiter fortgeschritten eine Krankheit ist, umso weniger effektiv ist die Ausleitung, denn es kann nur das wieder funktionstüchtig gemacht werden, was gestört ist, niemals das, was zerstört wurde. Daher sollte die Untersuchung auf Schwermetalle als Primärprävention viel früher und häufiger durchgeführt werden, als dies momentan der Fall ist. Wenn es erst einmal zu Symptomen gekommen ist, kann oft nur noch ein Stillstand der Krankheit erreicht werden. Liegt der Therapiebeginn jedoch erst nach der Feststellung einer chronischen Erkrankung kann mit einer Entgiftungstherapie versucht werden, zu retten, was noch zu retten ist.
Wie lange wird es noch dauern, bis diese Erkenntnisse die Handlungsweise der Ärzte und Zahnärzte verändern werden? Wieso dürfen Vertreter der Krankenversicherungen ungestraft behaupten, daß es keine Zusammenhänge gäbe? Wieso dürfen Zahnärzte sagen, daß Titanimplantate unschädlich seien? Dabei ist es so einfach, sowohl das Ausmaß einer Schwermetallbelastung als auch die Wirkung auf das Immunsystem zu testen. Wenn man nicht gezielt nach Schwermetallen sucht, findet man auch keine!

Dr. med. Winfried Karduck